Chemo- und StrahlentherapieDie Chemotherapie oder eine Bestrahlung werden bei Hautkrebs eingesetzt, wenn die operative Entfernung des Tumors nicht ausreicht und der Krebs bereits gestreut hat. Während Sie den weißen Hautkrebs durch einen operativen Eingriff und frühzeitiger Diagnose ohne eine Bestrahlung vollständig therapieren können, bedarf es beim schwarzen Hautkrebs zusätzlicher Maßnahmen für Ihre Genesung. Bei Metastasen oder einer bereits zurückliegenden Chemotherapie ohne das gewünschte Ergebnis gelangt die Strahlentherapie auf die Agenda und wird zur Schrumpfung der Krebszellen genutzt.

Bei welchem Hautkrebs kommt eine Chemo- oder Strahlentherapie in Frage?

Bei Hautkrebs wird die Bestrahlung eher selten angewandt und vor allem bei Patienten genutzt, die bereits ein höheres Lebensalter erreicht oder auf eine Chemotherapie nicht angesprochen haben. Hat der Krebs gestreut und die Lymphknoten oder die Knochen und innere Organe erreicht, ist eine Bestrahlung ebenfalls angeraten und folgt meist einer Chemotherapie, die nicht umfassend oder überhaupt nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat.

Die Strahlentherapie wird vor allem beim Stachelzellenkrebs und beim schwarzen Hautkrebs avisiert. Ob eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung in Frage kommen, hängt vom allgemeinen Gesundheitszustand, vom Lebensalter und der Ausbreitung des Hautkrebses ab. Ist ein operativer Eingriff aufgrund der ungünstigen Tumorlage nicht möglich oder erzielt durch bereits vorhandene Metastasen keinen zielführenden Effekt, werden elektromagnetische Strahlen oder die Chemotherapie zur Verkleinerung der Krebszellen verwendet.

Wie verlaufen die Chemo- oder Strahlentherapie und welche Anschlussbehandlungen folgen?

Sowohl eine Chemo- wie auch eine Strahlentherapie wirken immens auf den Körper ein und erzeugen Übelkeit, Schwäche sowie eine vorübergehend vollständige Dysfunktion des Immunsystems. Aus diesem Grund werden Patienten während der Bestrahlung im Krankenhaus überwacht und ausschließlich stationär behandelt. Die Krankenkassen übernehmen die Chemotherapie und die Kosten für eine Bestrahlung, wenn die Notwendigkeit und der Behandlungserfolg vom Mediziner bescheinigt und die Behandlung angeraten wird. Nach der Krebsbehandlung muss das Immunsystem gestärkt und der Körper in regelmäßigen Abständen auf Krebszellen untersucht werden.

Die Anschlussbehandlungen basieren auf der Wiederherstellung der körpereigenen Abwehr und in regelmäßigen Intervallen durchgeführten Screenings, um den Erfolg der Strahlentherapie zu überprüfen und die Neubildung von Krebszellen frühzeitig erkennen zu können.

Heilungschancen durch Strahlentherapie bei Hautkrebs

Die Wirkung elektromagnetischer Strahlen in der Behandlung von Hautkrebs ist hoch. Die Strahlentherapie steigert die Heilungschancen und wirkt sich vor allem bei nicht operablen Metastasen oder Tumoren im Hirn, in den Lymphknoten oder an inneren Organen positiv aus. Lässt sich diagnostizierter Hautkrebs nicht allein durch eine Entfernung der Krebszellen heilen, wird die Strahlentherapie als Alternativbehandlung gewählt. Hat der Hautkrebs Metastasen gebildet, sind die Bestrahlung oder eine Chemotherapie für die Verkleinerung der mutierten Zellen zuständig und dämmen die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Krebszellen im Körper ein. Die Heilungschancen mit Bestrahlung sind bei aggressivem Hautkrebs oder einer großen Ausbreitung der Krebszellen um ein vielfaches höher als die Genesungsaussichten bei einer alleinigen Operation der Hauttumoren.