Hautkrebs-ScreeningBeim Screening handelt es sich um eine präventive Maßnahme zur Früherkennung von Hautkrebs. Gefährdete Personen sollten diese Methode der Filteruntersuchung nutzen und sich damit vor der Gefahr einer Hautkrebserkrankung schützen. Die Begrifflichkeit bedeutet so viel wie Filterung/Filteruntersuchung und steht dafür, einen Leberfleck oder eine sich verändernde Hautpartie umfassend zu untersuchen und bösartige Zellen frühzeitig zu erkennen.

Was ist ein Hautkrebs-Screening?

Im Frühstadium ist Hautkrebs annähernd zu 100% heilbar und bildet keine Metastasen. Die Vorteile des Screenings basieren auf der Tatsache, dass die Untersuchung auf drei Hautkrebsarten ausgelegt ist und so das maligne Melanom, das Basalzellkarzinom und ein Plattenepithelkarzinom erkennen lässt. Die Untersuchung bezieht sich nicht primär auf die stetig der Sonne ausgesetzten Hautpartien oder auf Leberflecke, sondern wird zur Kontrolle der gesamten Haut am Körper verwendet und gilt daher als zuverlässige Methode zur Früherkennung einer Hautkrebserkrankung. Ein Hautkrebs-Screening siedelt sich in der Rubrik Voruntersuchungen an und ist somit nicht für erkrankte Menschen, sondern im Sinne der Gesunderhaltung durch Früherkennung gedacht.

Ziel und Sicherheit beim Screening

Keine Methode gibt zu 100% Sicherheit und schließt Risiken vollständig aus. Durch die Früherkennung kann eine Hautkrebserkrankung jedoch sanfter und effektiver behandelt werden, wodurch Operationen oder Bestrahlungen und Chemotherapien viel seltener benötigt werden. Ein weiteres Ziel des Screenings geht mit der Aufklärung zur Gefährlichkeit von UV-Strahlen einher. Neben der Hautuntersuchung werden Sie von Ihrem Hautarzt beraten und über die Risiken informiert, die lange Sonnenbäder oder ein Sonnenbrand sowie die mangelnde Aufmerksamkeit gegenüber Hautveränderungen und der Vergrößerung von Leberflecken mit sich bringen.

Kostenübernahme und abweichende Regelungen in den Bundesländern

Die Kostenübernahme der Krankenkassen ist beim Hautkrebs-Screening nicht einheitlich geregelt und variiert in den einzelnen Bundesländern. Während gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Screening von der Krankenkasse bezahlt bekommen, können Mitglieder der Techniker Krankenkasse in Sachsen-Anhalt bereits ab dem vollendeten 20. Lebensjahr zum Screening und die Kosten bei ihrer Krankenversicherung abrechnen. Damit Sie die Gebühren für die Hautuntersuchung nicht vollständig oder anteilig aus eigener Tasche vornehmen müssen, sollten Sie sich im Vorfeld bei Ihrer Krankenversicherung erkundigen und in Erfahrung bringen, inwieweit und in welchem Umfang die Untersuchung und eine eventuell anschließend notwendige Behandlung vom Versicherer übernommen werden.

Wer sollte ein Hautkrebs-Screening vornehmen lassen?

Sonnen Sie sich häufig, gehen Sie gern ins Solarium oder hatten in der Kindheit und Jugend öfter einen Sonnenbrand, sollten Sie sich regelmäßig auf Hautveränderungen untersuchen lassen. Auch bei zahlreichen oder großen Leberflecken ist ein Hautkrebs-Screening in regelmäßigen Abständen angeraten.

Sie gehören zur Risikogruppe für Hautkrebs, wenn Sie sich in einem oder mehreren hier aufgeführten Punkten angesprochen fühlen oder wenn Ihre Haut häufig juckt, wenn Leberflecken bluten oder sich im Laufe der letzten Jahre verändert haben. Durch die Hautuntersuchung erhalten Sie Ihre Gesundheit und sorgen dafür, dass Hautkrebs frühzeitig erkannt wird und daher mit entsprechendem Erfolg behandelbar ist. Die Filteruntersuchung ist schmerzfrei und wird in vielen Fällen von der Krankenversicherung vollständig oder zum Großteil finanziell getragen.