SelbstuntersuchungDie Krebsvorsorgeuntersuchung beim Hautarzt ist unersetzlich, sollte aber immer auch von regelmäßigen Selbstuntersuchungen begleitet werden, die in kürzeren Abständen von jedem selbst zu Hause durchgeführt werden können. Auf diese Weise ist die Hautkrebsprävention deutlich effizienter, weil Veränderungen an der Haut früher erkannt werden können. Es ist sinnvoll, diese Selbstuntersuchung etwa zweimal im Jahr durchzuführen und sich dazu ein wenig Zeit zu nehmen.

Ziel der Selbstuntersuchung

Die Selbstuntersuchung zur Hautkrebsprävention kann jeder für sich selbst mit einem Spiegel durchführen. Es bietet sich auch an, den Partner zu Rate zu ziehen und sich gegenseitig zu untersuchen. Ziel der Selbstuntersuchung ist es, alle Hautstellen des Körpers genau unter zu betrachten, um eventuelle Veränderungen des Hautbildes zu erkennen, die dann eventuell vom Hautarzt näher unter die Lupe genommen werden müssen.

Die Untersuchung beginnt beim Scheitel und endet bei der Fußsohle, betrachtet also die gesamte Oberfläche der Haut. Am besten geht man dabei methodisch vor und arbeitet sich entweder von oben nach unten oder umgekehrt. Mit jeder Untersuchung kennt man seinen Körper ein wenig besser und bemerkt bei der nächsten Selbstuntersuchung dann, welche Muttermale, Leberflecken oder Sommersprossen sich gegebenenfalls in Farbe, Form oder Größe verändert haben. Genau diese Kleinigkeiten sind es nämlich, auf die bei der Selbstuntersuchung geachtet werden muss.

Selbstuntersuchung in vier Schritten

Am besten geht man in diesen vier Schritten vor:

  1. Schritt 1 besteht darin, sich im Sitzen um den unteren Bereich des Körpers zu kümmern. Nehmen Sie einen Spiegel zur Hand und schauen Sie sich Ihre Fußsohlen, Zehen, Zehenzwischenräume, Zehennägel, die Hinterseite Ihrer Beine, Knie und Kniekehlen und auch die Genitalien sowie den Bereich um den After genau an.
  1. In Schritt 2 nehmen Sie sich Ihre Kopfhaut und Ihr Gesicht vor. Während Sie Ihr Gesicht eigentlich jeden Tag im Spiegel sehen, wird es mit der Kopfhaut etwas schwieriger. Wer keinen Partner hat, der die Kopfhaut Zentimeter für Zentimeter absuchen kann, der kann dies auch mit einem Handspiegel tun. Nehmen Sie einen Kamm und vielleicht auch einen Fön zur Hilfe, um zwischen den Haaren die gesamte Kopfhaut erkennen zu können.
  1. Schritt 3 umfasst Nacken, Hals und Rücken, wobei wiederum ein Spiegel von Nöten ist.
  1. Im Rahmen von Schritt 4 untersuchen Sie den Bereich unter den Achseln, die Vorderseite Ihres Torsos, die Unterseite der Arme und den Bauchbereich, Hände und Unterarme. Schauen Sie unterhalb der Brustfalten nach und auch im Bauchnabel. Natürlich können Sie die Reihenfolge ändern. Wichtig ist nur, dass kein Bereich des Körpers ausgelassen wird.