Sonnenschutz als wichtigste PräventionsmaßnahmeHautkrebs und Melanome gehören in Europa zu den am weitesten verbreiteten Krebsarten. Melanome und krebsartige Veränderungen der Haut kommen nicht nur im höheren Alter vor, sondern sind eine der Krebsarten, die auch bei jungen Menschen relative häufig auftreten. Etwa ein Drittel der Hautkrebspatienten hat das fünfzigste Lebensjahr noch nicht erreicht. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr weit fortgeschritten und die Chancen auf Heilung stehen bei Hautkrebs im Vergleich zu anderen Arten von Krebs sehr gut. Dennoch sind Prävention und Früherkennung entscheidend.

Als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Hautkrebs wird die Sonnenstrahlung genannt, weshalb als Krebsprävention ein effizienter Sonnenschutz von großer Bedeutung ist.

So schädigen die Sonnenstrahlen unsere Haut

Die Erbsubstanz des Menschen, die DNA, befindet sich in jeder einzelnen Körperzelle. Auf diese Weise sind Informationen darüber überall im Körper gespeichert, wie der Stoffwechsel vor sich gehen muss.

Die UV Strahlen, die über das Sonnenlicht auf den Körper einwirken, können diese DNA schädigen. Das passiert unser ganzes Leben lang und bis zu einem gewissen Grad können die Zellen sich selbst wieder reparieren und die Schäden einfach ausbessern. Es kann jedoch vor allem bei sehr starker oder langfristiger Sonneneinstrahlung dazu kommen, dass einzelne Zellen nicht repariert werden können und beschädigt im Körper verbleiben. Diese Zellen können sich dann zu Krebszellen entwickeln und wuchern. Das Risiko hierfür steigt proportional mit der Intensität und der Dauer, die der Körper den UV Strahlen ausgesetzt war. Da die Hautzellen dieUV Strahlung abfangen, sind sie von der UV Strahlung am stärksten betroffen.

Sonnenschutz ist das A und O

Um zu verhindern, dass es zu diesen Schädigungen kommt, ist Sonnenschutz die einzige Lösung. Die Haut zeigt bereits nach einer gewissen Zeit in der Sonne ihre eigenen Warnsignale wie Rötungen oder gar Sonnenbarnd.

Natürlich sind Menschen mit unterschiedlichen Hauttypen auch unterschiedlich empfindlich gegen UV Strahlung. Gerade hellhäutige Personen und Personen mit vielen Muttermalen und Sommersprossen müssen sich besonders schützen. Trotzdem besteht das Hautkrebsrisiko auch für Menschen, die weniger anfällig für Sonnenbrand sind. Gerötete Haut deutet immer auf eine Schädigung von Hautzellen hin. Sonnenschutz ist also für Menschen jeder Hautfarbe und Empfindlichkeit für die Krebsprävention von großer Bedeutung.

So einfach können Sie sich schützen

Sonnenschutz ist meist denkbar einfach. Es wird dazu geraten, die Mittagssonne zwischen 11 Uhr und 15 Uhr generell zu meiden und diese Zeit der intensivsten UV Strahlenbelastung im Schatten zu verbringen. Sonnenbrillen, Sonnenhüte und langärmelige Kleidung bieten einen zuverlässigen Sonennschutz gegen die Sonneneinstrahlung.

Alle Hautpartien, die ungeschützt der Sonne ausgesetzt sind, sollten stets mit einem Sonnenschutzpräparat eingerieben werden. Sonnencremes unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit durch den Lichtschutzfaktor. Hierbei ist darauf zu achten, dass Sie sich nicht auf einen zu geringen Lichtschutzfaktor verlassen. Außerdem sollte das Eincremen am Tag mehrere Male wiederholt werden, da der Schutz nach einiger Zeit nachlässt. Besonders Menschen ohne oder mit spärlicher Kopfbehaarung sollten darauf achten ihre Kopfhaut zu schützen, da sie der Sonne erbarmungslos ausgesetzt ist.

Im Sommer ist oftmals mehr Vorsicht geboten als im Winter, doch sollte dies nicht zu einem Trugschluss führen. Auch an sonnigen Wintertagen kann die UV Belastung sehr hoch sein. Das weiß spätestens jeder, der sich schon einmal im Skiurlaub einen Sonnenbrand geholt hat. Die Außentemperatur hat keinen Einfluss auf die Sonnenstrahlen, sondern nur darauf, wie der Mensch sie empfindet. Sonnenschutz ist also auch bei Kälte wichtig, zumal gerade Schnee oder Eis die Sonnenstrahlen noch durch ihre Reflexion verstärken. In den Bergen ist die Strahlenbelastung stärker als in Tiefenlagen und auch der Breitengrad, also die Entfernung zum Äquator spielt eine Rolle bei der Intensität der Sonnenstrahlen. Schützen Sie sich im Urlaub immer besonders, da Ihre Haut auf die andere Art und Stärke der Sonneneinstrahlung ganz anders reagieren kann, als zu Hause.