Weißer HautkrebsWeißer Hautkrebs tritt an Stellen auf, die oft der UV-Strahlung ausgesetzt sind, kann aber auch in anderen Körperregionen auftreten. Dazu gehören der Kopfbereich, das Dekolleté, die Oberseiten der Hände und Füße und die Arme. Weißer Hautkrebs erscheint am Anfang wie ein geröteter Fleck, der glatt oder erhaben sein kann. Später verkrusten die Flecken oder können auch bluten. Der helle Hautkrebs zerstört das umliegende Gewebe und die Knochen. Es gibt verschieden Formen von weißem Hautkrebs.

Wie entsteht weißer Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs entsteht in den obersten Hautschichten. Der Auslöser für die bösartige Hautveränderung sind die UV-Strahlen der Sonne, aber auch das Licht in Solarien. Die kurzwelligen UVB-Strahlen sind primär für die Entstehung von weißem Hautkrebs verantwortlich. Sie dringen in die oberen Hautschichten ein und verursachen dort DNA-Schäden. Durch die Sonnenbestrahlung wird eine Abwehrreaktion des Immunsystems unterdrückt. Es entsteht weißer Hautkrebs. Es gibt verschiedene Arten von weißem Hautkrebs. Eine frühe Form von weißem Hautkrebs ist eine Aktinische Keratosen mit einer rauen Oberfläche und einer Größe von nur wenigen Millimetern. Rund ein Zehntel von ihnen verändert sich zu weißem Hautkrebs. Aktinische Keratosen sind am häufigsten im Gesicht, auf der Glatze oder dem Dekolleté zu finden. Sie haben eine raue Oberfläche.

Was ist ein Basaliom/Basalzellkarzinom?

Ein Basalzellkarzinom entwickelt sich aus den Stammzellen der Haut. Weißer Hautkrebs bildet in dieser Form kaum Metastasen. Er wächst langsam und kann bluten und danach verkrusten. Dabei schädigt er die umliegenden Hautbezirke. Das Basalzellkarzinom zeigt sich als Knoten oder rosa Höcker. Seine Oberfläche ist rosa bis rot und schuppig. Oft sind Blutgefäße sichtbar. Das Basalzellkarzinom wächst gewebezerstörend und knochenzerstörend immer weiter, wenn der Krebs nicht behandelt wird. Eine Behandlung erfolgt durch Herausschneiden des befallenen Gewebes. An inoperablen Stellen kann eine Vereisung, eine Strahlentherapie oder eine lokale Chemotherapie, eine Behandlung mit Licht oder eine Creme zur Anwendung kommen.

Was ist ein Spinaliom/Plattenepithelkarzinom?

Ein Plattenepithelkarzinom wird auch Stachelzellkrebs genannt. Weißer Hautkrebs in dieser Form kann Metastasen in anderen Bereichen bilden. Das Plattenepithelkarzinom bildet einen Tumor, der auch in die Tiefe wächst. Das Plattenepithelkarzinom zeigt sich als verhornte Stelle, die sich später von der Haut abhebt. Charakteristisch sind Blutungen und Schuppen, die sich nicht von der Haut lösen lassen. Das Plattenepithelkarzinom beginnt oder mit einer Antikischen Keratose als Vorstufe. Es tritt dort verstärkt auf, wo die Haut am meisten mit UV-Strahlung in Berührung kommt. Diese Art von Hautkrebs als Spinaliom betrifft Männer häufiger als Frauen. Ein bevorzugter Ort für die Hauterkrankung sind die Lippen. Ein Dermatologe kann ein Plattenepithelkarzinom schon durch einen Blick diagnostizieren. Es wird in der Regel komplett durch Herausschneiden entfernt. Bei Metastasen kann eine Chemotherapie zur Anwendung kommen

Häufigkeit und Gefährlichkeit von weißem Hautkrebs

Weißer Hautkrebs ist mit rund 200 000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebsart in Deutschland. Das sind rund zehn Mal so viele Erkrankungen, wie sie von schwarzem Hautkrebs diagnostiziert werden. Die European Skin Cancer Fondation rechnet mit Zuwachsraten bis zu sieben Prozent jährlich. Wird weißer Hautkrebs rechtzeitig erkannt, dann ist er zu 100 Prozent heilbar.